BGH Urteil zu Bonusmeilen für Vielfliegerprogramme: Fluggesellschaften dürfen Bonusmeilen nicht verfallen lassen
Freitag, 5. Februar, 2010
Meilenprogramme Geschäftsreisen und Flüge: Airlines dürfen gesammelte Bonusmeilen bei Flugprämien für Geschäftsreisende und Vielflieger nicht einfach streichen – Urteil des Bundesgerichtshofs. Bei einem Flugprämienprogramm konnten Reisende eine flugstreckenabhängige Anzahl von Bonuspunkten sammeln und innerhalb von fünf Jahren nach dem jeweiligen Flug gegen Prämientickets einlösen. Das Flugunternehmen behielt sich in den Teilnahmebedingungen das Recht vor, das Programm jederzeit einzustellen.
Die Gutschrift der Bonuspunkte ist aber der Sache nach ein bei Flugbuchung vereinbarter Rabatt, so der BGH. Deshalb stellt die Verfallsklausel eine unbillige Benachteiligung des Reisenden dar und ist daher unzulässig. ... den ganzen Beitrag "BGH Urteil zu Bonusmeilen..." lesen
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Buchung und Stornierung im Reisebüro: Urteil – Reisevermittler müssen Kunden über Stornobedingungen vor Buchung einer Reise hinweisen. Reisebüro muss auf Stornomöglichkeit bei Buchung eines Fluges oder Hotels verweisen: Zur Beratungspflicht von Reisevermittlern gehört, bei der Auswahl eines Linienflugs auch auf die jeweiligen Stornierungsbedingungen hinzuweisen. Bei Unterlassung kann es teuer werden. Ein Kläger hatte in einem Reisebüro zwei Tickets für je 217 Euro gekauft. Seitens des Vermittlers war er nicht darauf hingewiesen worden, dass das Stornieren ausgeschlossen ist. Als der Mann den Flug dann nicht antreten konnte, blieb er zunächst auf seinen Kosten sitzen, klagte dann aber auf 434 Euro Schadensersatz.
Gerichtsurteil Flugausfälle: Europäischer Gerichtshof stärkt Rechte der Fluggäste, Entschädigung für annullierte Flüge leichter einzuklagen – Gerichtsurteil zur Stärkung der Fluggastrechte. Wenn Flüge in ein anderes EU-Land ausfallen, können Passagiere jetzt frei entscheiden, ob sie ihre Schadenersatzansprüche am Abflugs- oder am Landeort durchsetzen. Das hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg entschieden. Fluggäste nun bei einem Flug innerhalb der EU ihre Klage auf Ausgleichzahlung im Falle einer Annullierung beim Gericht des Abflugortes oder dem des Ankunftsortes erheben. Je nach Entfernung können die Passagiere bis zu 600 Euro für die Annullierung und die daraus entstandenen Unannehmlichkeiten verlangen. Bisher war ungeklärt, wo man klagen konnte, was viele Flugpassagiere daran hinderte, ihre Rechte durchzusetzen.
Geschäftsreisen und Flüge online buchen: Urteil gegen Kreditkartengebühren von Ryanair – Bezahlung mit Kreditkarte muss kostenlos möglich sein. Solange online kein anderes Zahlverfahren angeboten wird, sind die Gebühren für eine Kreditkartennutzung unzulässig. Das hat das Berliner Kammergericht nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) gegen den Billigflieger Ryanair entschieden (Az.: 23 U 243/08).
Geschäftsreisen und Flüge: Reservierungssystem Amadeus im Rechtsstreit mit Lufthansa – Benachteiligung im Wettbewerb durch Vorzugspreise. Der Rechtsstreit um die Vorzugspreise von Lufthansa und Swiss geht weiter: Amadeus geht nun ins Berufungsverfahren mit einer Klage gegen Lufthansa über massive Wettbewerbsnachteile des Reservierungssytems, das vornehmlich von Reisebüros genutzt wird. Amadeus-Geschäftsführer Holger Taubmann äußerte sich hierzu vorsichtig optimistisch.
Flughafen Frankfurt: Gericht weist Eilklage gegen Ausbau des Flughafen Frankfurt ab. Nachflugregelung bleibt weiterhin offen. Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel wies heute in zwei Beschlüssen die Eilanträge gegen den Ausbau des Flughafens Frankfurt ab. Das Gericht hat allerdings Bedenken zur geplanten Nachtflugregelung geäussert.
Reiserecht Pauschalreisen: Passagierrechte – für Flugverspätungen müssen die Airlines haften und nicht die Reiseveranstalter. Der Bundesgerichtshof wies damit die Klage eines Urlaubers ab, der aus Frust noch vor seinem Ziel Island seine Studienreise abgebrochen hatte.
Flüge online buchen: Kunde kann Reisebüro bei Verwechslung des Flughafens nicht haftbar machen. San Jose in Kalifornien ist nicht San José in Costa Rica – diese Erfahrung machte eine Urlauberfamilie aus Bayern und muss dafür tief in die Tasche greifen.
- mündliche Verhandlung: Bundesgerichtshof (BGH) untersagt Internethändlern Weiterverkauf von Eintrittskarten. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 11.09.2008, in dem Verfahren gegen die damaligen Inhaber der Internetfirma bundesligakarten.de nach der mündlichen Verhandlung den Tickethändlern untersagt, im Internet Eintrittskarten, die sie zuvor beim HSV oder dessen Vorverkaufsstellen erworben haben, zu verkaufen oder Handel mit solchen Eintrittskarten zu betreiben. Des Weiteren wurde den Tickethändlern ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro oder Ordnungshaft angedroht, sollten sie gegen dieses Verbot verstoßen.
Reisen mit dem Flugzeug: Urlauber haben keinen Anspruch darauf, mit einem bestimmten Flugzeugtyp befördert zu werden. Setzt die Fluggesellschaft zum Beispiel eine Boeing 757 statt einer 767 ein, ist das kein Reisemangel. Das gilt auch dann, wenn ein Passagier behauptet, unter Klaustrophobie zu leiden und bei schmaleren Sitzreihen Platzangst zu bekommen.
Billigflüge mit Ryanair: Kauf von 400 Flugzeugen geplant - BAA Klage gegen Ryanair: Ryanair will höhere Flughafengebühren in London-Stansted nicht zahlen. Flüge mit Ryanair: Ryanair-Chef Michael O’Leary kündigt Kauf von 400 neuen Flugzeugen an – gleichzeitig geizt der Ire mit Landegebühren. Kein Wunder: Der Gewinn ist um 85 Prozent eingebrochen.
Drohender Streik bei Lufthansa: Diese Woche Warnstreik bei Piloten – Lufthansa will klagen. Der Ton wird härter: Sollten die Mitglieder der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) wie angekündigt in dieser Woche in den Warnstreik treten, will die Lufthansa Klage erheben.






