Streik – trotz Kraftstoffmangel keine Stornierung Mietwagen in Griechenland: Kein Benzin in Griechenland – Mietwagen darf nicht storniert werden – höhere Gewalt
Donnerstag, 29. Juli 2010
Geschäftsreisen mit dem Mietwagen in Griechenland: Streik der Tank-und Lastwagenfahrer führt zu erheblichem Benzinmagel in Griechenland. Reisende dürfen Mietwagenvertrag nicht stornieren. Wird unter “Höhere Gewalt” eingestuft. Reisende sollten mit dem Mietwagenanbieter eine Lösung finden. München (dpa/tmn) - Mietwagenkunden in Griechenland haben wegen der dortigen Kraftstoffknappheit keinen Anspruch auf eine Stornierung des Vertrags.
Ein Streik der Tank- und Lastwagenfahrer hat zu akutem Spritmangel an den Tankstellen geführt. «Das ist höhere Gewalt, da gibt es keinen Rechtsanspruch», erklärt ADAC-Sprecher Maximilian Maurer. Verhandlungsgespräche könnten sich aber lohnen.
Griechenland-Reisenden rät Maurer, im Gespräch mit dem Vermieter vor Ort eine Lösung zu suchen. Zumindest von den großen Anbietern sei eine gewisse Kulanz erwartbar. Bestenfalls könnten Verträge
aufgehoben werden - vor Fahrtantritt oder danach.
Auf Kulanz der Anbieter können Mietwagenkunden auch hoffen, wenn sie ihren Wagen nicht wie vereinbart vollgetankt wieder abgeben können, weil kein
Kraftstoff verfügbar ist. Kommt ein Auto fast leer zurück, kassieren viele Verleiher laut Maurer normalerweise «unattraktiv hohe» Vorauszahlungen fürs nachträgliche Tanken.
«Unter den besonderen Umständen kann man darüber aber sicher mit dem Anbieter reden und faire Konditionen aushandeln», sagt der ADAC-Sprecher. Reservekraftstoff im Auto mitzuführen oder gefüllte
Spritkanister ins Land zu bringen, verbietet das griechische Gesetz strikt.
«Es könnte zwar gut sein, dass die Polizei momentan bei Kontrollen ein Auge zudrückt, wenn jemand Reservesprit an Bord hat»,
spekuliert Maurer, betont aber: «Griechenland-Urlaubern und auch Transitreisenden rate ich dringend davon ab.»
dpa/tmn cw ah






