Streiks in Griechenland am Mittwoch: Alle Flüge fallen aus – Luftraum in Griechenland wird ab Mitternacht für 24 Stunden geschlossen!
Dienstag, 23. Februar 2010
Flüge und Geschäftsreisen von und nach Athen: Luftraum für 24 Stunden geschlossen. Alle Flüge gestrichen. Zahlreiche U-Bahnen und Buslinien streiken. Staatliche Behörden, Schulen und Universitäten geschlossen. Athen (dpa) - Griechenland bereitet sich auf eine große Streikwelle vor, die auch starke Auswirkung auf den europäischen Flugverkehr haben wird. So werden sämtliche Flüge an diesem Mittwoch von und nach Griechenland gestrichen. Der griechische Luftraum werde ab Mitternacht für 24 Stunden geschlossen bleiben, teilten die wichtigsten Fluglinien am Dienstag mit.
Der Streik richtet sich gegen ein schmerzhaftes Sparprogramm der Regierung, die damit gegen die massive Staatsverschuldung ankämpft. Auch die Fähren zu den griechischen Inseln und die Eisenbahn werden bestreikt. Die U-Bahnen und viele Buslinien in Athen und Thessaloniki werden ebenfalls nicht fahren. Geschlossen werden am Mittwoch auch alle staatlichen Behörden sowie die Schulen und die Universitäten. Die Ärzte in öffentlichen Krankenhäusern werden nur Notfälle behandeln.
Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou reagierte auf die Streikankündigung mit dem Hinweis, er habe zwar «Verständnis dafür», es gebe aber einfach «kein Geld». Das Land müsse sparen, weil es keinen anderen Weg gebe. Repräsentative Umfragen zeigen, dass mehr als 86 Prozent der Befragten der Ansicht sind, die Sparmaßnahmen seien unabwendbar.
Das harte Sparprogramm der sozialistischen Regierung in Athen, sieht unter anderem einen Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst und Gehaltskürzungen für Beamte vor. Die sozialistische Regierung will das Defizit von fast 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2012 unter die erlaubte Marke von 3 Prozent drücken. Die EU- Kommission hat die griechischen Staatsfinanzen unter ihre ständige Aufsicht gestellt. Kontrolleure der EU sind bereits in Athen und nehmen die griechischen Finanzen unter die Lupe. Eine Erhöhung der Mehrwertsteuern in den kommenden Wochen gilt als sicher. Drastisch erhöht wurden bereits die Steuern auf Tabak, Spirituosen und Treibstoffe.
dpa tt xx n1 tm






