News Lufthansa Streik: Heute Nachmittag verhandelt Arbeitsgericht Frankfurt über Lufthansa Pilotenstreik
Montag, 22. Februar 2010
Flüge und Geschäftsreisen mit Lufthansa: Viertägiger Streik der Piloten seit Mitternacht. Sonderflugplan gilt bis Donnerstag. Umbuchungen teiweise auf andere Fluggesellschaften oder Deutsche Bahn. Verhandlung über Antrag der Lufthansa zum Pilotenstreik beginnt heute um 17.30 Uhr. Informationen zum Verdienst der Piloten bei Lufthansa. Frankfurt/Main (dpa) - Das Arbeitsgericht Frankfurt verhandelt am späten Montagnachmittag über den Antrag der Lufthansa gegen den Streik ihrer Piloten.
Um 17.30 Uhr sollen bei der Verhandlung der vierten Kammer die Fluggesellschaft und die Vereinigung Cockpit angehört werden, wie Gerichtssprecher Frank Woitaschek der dpa sagte. Mit einer Entscheidung sei voraussichtlich noch am selben Tag zu rechnen. Die Lufthansa argumentiert, der Streik sei unverhältnismäßig und sie sei verpflichtet, Schaden von Unternehmen, Mitarbeitern und Aktionären abzuwenden.
Die Piloten hatten um Mitternacht ihren viertägigen Streik begonnen. Nach einem Sonderflugplan der Lufthansa würden rund 3200 Flüge bis einschließlich Donnerstag ausfallen. Es wäre der größte Streik in der Geschichte der deutschen Luftfahrt. Am Vormittag fielen bereits auf zahlreichen Flughäfen Flüge aus. Passagiere wurden zum Teil auf andere Fluggesellschaften oder bei innerdeutschen Strecken auf die Bahn umgebucht.
Verdienst von Piloten bei der Lufthansa
Frankfurt/Main (dpa) - Das Anfangsgehalt eines Piloten im Konzerntarifvertrag der Lufthansa liegt nach Angaben der Gesellschaft bei 62 000 Euro brutto im Jahr. Einen guten Teil der Kosten ihrer zweijährigen Ausbildung müssen die Piloten abstottern, sobald sie im Job stehen. Ihr Anteil beträgt 60 000 Euro, was laut Lufthansa etwa ein Drittel der Kosten deckt.
Nach dem Aufstieg zum Kapitän können die Piloten nach Angaben aus Luftverkehrskreisen mit einem Anfangsgehalt von 110 000 Euro rechnen, das bei einem erfolgreichen Berufsleben im Cockpit auf mehr als 250 000 Euro anwachsen kann. Vom Erfolg des Unternehmens ist eine variable Vergütung von bis zu einem zusätzlichen Monatsgehalt abhängig. Bislang musste dafür ein Konzerngewinn von mehr als einer Milliarde Euro erzielt sein.
Die Piloten haben zusätzlich Anspruch auf umfangreiche Sozialleistungen und eine Betriebsrente. Nach Angaben der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit müssen sie sich selbst aber kostspielig gegen eine Berufsunfähigkeit absichern, die aus gesundheitlichen Gründen bei strengen alljährlichen Untersuchungen jederzeit eintreten kann. Eine solche Police kann bis zum 400 Euro monatlich kosten.
dpa ce yyhe w4 tst/kf
dpa rg/is la yyhe n1 k6 kf






