Flughafen Frankfurt im Aufwind: Passagierkapazität trotz des Winters gestiegen
Donnerstag, 11. Februar 2010
Geschäftsreisen und Flüge ab Flughafen Frankfurt: Trotz Wirtschaftskrise und Winterchaos sind die Passagierzahlen im Januar positiv ausgefallen. Frankfurter Flughafen mit Passagierplus. Frankfurt/Main (dpa) - Der Frankfurter Flughafen hat im Januar trotz des harten Winters mehr Passagiere gezählt als im Vorjahresmonat. Bei der Fracht wurde nach dem Abflauen der Wirtschaftskrise sogar ein Rekordwert für einen Januar verbucht, wie der Betreiber Fraport am Mittwoch mitteilte.
Die Zahl der Passagiere stieg am größten deutschen Flughafen um 3,5 Prozent auf 3,7 Millionen. Im Vorjahresmonat war das Aufkommen allerdings um mehr als zehn Prozent eingebrochen. «Wir setzen also auf einer niedrigen Basis auf und haben bei weitem noch nicht das Fluggastaufkommen erreicht, das wir vor der weltweiten Wirtschaftskrise verzeichnen konnten», erläuterte Flughafen-Chef Stefan Schulte.
Ohne das ungewöhnlich schlechte Wetter mit hunderten gestrichenen Flügen wegen Schnee und Eis wären die Passagierzahlen besser ausgefallen. «Nach unseren Berechnungen haben uns die strengen Wintertage (…) 1,0 bis 1,5 Prozentpunkte bei den Passagierzahlen gekostet», sagte Schulte. Die Luftfracht legte im Jahresvergleich um rund ein Drittel zu und erreichte mit fast 158 000 Tonnen einen Januar-Rekord. «Noch nie wurde in einem Januar am Flughafen Frankfurt mehr Fracht umgeschlagen», sagte Schulte. Der bisherige Spitzenwert lag bei 156 000 Tonnen und wurde im Januar 2008 erreicht. Wachstumstreiber sei besonders die Langstrecke gewesen. Das Luftfrachtaufkommen gilt als ein Frühindikator für die globale Konjunktur.
Im gesamten Fraport-Konzern einschließlich der Mehrheits- Beteiligungen im Ausland stiegen die Passagierzahlen um 6,6 Prozent auf fünf Millionen. Der Flughafen Antalya in der Türkei meldete ein Plus von 26,6 Prozent auf mehr als eine halbe Million Fluggäste, Lima in Peru wuchs um 10,7 Prozent auf 818 000 Passagiere. Das gesamte Cargo-Aufkommen legte um 27,6 Prozent auf 181 000 Tonnen zu.
dpa rg yyhe z2 pi






