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Reisen in den Tschad: Gefahr von Anschlägen und Entführungen steigt

Dienstag, 20. Oktober 2009

tschad_flaggeGeschäftsreisen in den Tschad: Entführungs- und Anschlagsgefahr auch für Geschäftsreisende aus Deutschland – landesspezifische Sicherheitshinweise unbedingt beachten. Vor Reisen in den Tschad wird abgeraten. Reise- und Sicherheitshinweise vom  Auswärtigen Amt: Dringende Sicherheitshinweise – Gefahr von Entführungen und Anschlägen. In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Al-Qaida im Maghreb (AQM) sucht derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung. Wirksame Gegenmaßnahmen gegen diese Terrorgruppe zeichnen sich nicht ab. Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich ab.

Erhöhte Anschlagsrisiken bestehen für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. Beachten Sie auch hierzu die landesspezifischen Sicherheitshinweise.

Die Sicherheitsrisiken für Reisende differieren von Land zu Land und sind regelmäßig selbst innerhalb eines Landes unterschiedlich zu bewerten. Das Auswärtige Amt empfiehlt daher dringend, die landesspezifischen Sicherheitshinweise zu beachten.

Landesspezifische Sicherheitshinweise:

Von Reisen nach Tschad wird derzeit dringend abgeraten. Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen. Es bestehen erhebliche Entführungsrisiken!

Innenpolitische Lage:

Trotz der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Tschad und Sudan am 9.11.2008 bleibt die Lage zwischen beiden Ländern angespannt. Die gemeinsame Grenze bleibt geschlossen und der bilaterale Flugverkehr eingestellt.

Anfang Mai 2009 kam es im Osten des Tschad zu neuen Kampfhandlungen zwischen tschadischen Rebelleneinheiten und Regierungstruppen. Die Rebellen wurden zurückgeschlagen und in den Sudan abgedrängt. Sie haben seitdem die tschadische Grenze nicht mehr überschritten.

Reisen im Land:

Reisen im Land sind weiter mit sehr erheblichen Risiken verbunden. Besonders gefährlich sind der Norden, Osten und Südosten des Landes. Im Tibesti-Gebirge gibt es weiter ausgedehnte Minenfelder. Von Reisen in die Grenzregion zu Sudan wird dringend abgeraten. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere von sog. „coupeurs de routes“) zu werden.

Im September 2008 wurde im Südwesten Ägyptens eine touristische Reisegruppe entführt, der auch fünf Deutsche angehörten. Die Reisegruppe wurde von einer schwer bewaffneten, kriminellen Bande im Grenzgebiet von Ägypten, Sudan, Libyen und Tschad festgehalten. Ein vorhandener polizeilicher Schutz der Reisegruppe war wirkungslos. Eine Wiederholung von Vorfällen dieser Art ist nicht ausgeschlossen. Von Reisen in diese entlegene Wüstenregion wird daher dringend abgeraten.

Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet.

Die deutsche Botschaft N’Djamena nimmt – außer Nothilfe für Deutsche im Ausland – keine Rechts- und Konsularaufgaben wahr. Sie erteilt auch keine Visa. Für beides ist die Deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Schengenvisa können auch bei der franz. Botschaft in N`Djamena beantragt werden.

Mehr Informationen beim Auswärtigen Amt oder bei Image Tours/ Visum und Einreise

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