Übernahme Austrian Airlines durch Lufthansa: EU signalisiert Genehmigung von AUA-Übernahme – Lufthansa will letztes Angebot vorlegen
Freitag, 10. Juli 2009
Lufthansa-Übernahme von Austrian Airlines: Verhandlungen über Kauf von Austrian Airlines durch Lufthansa kurz vor dem Abschluss. Bei der geplanten Übernahme von Austrian Airlines (AUA) ist Lufthansa anscheinend ein gutes Stück vorangekommen. Diversen Medienberichten zufolge will die Lufthansa bei der EU-Kommission in Brüssel am Freitag ein Angebot über weitere Streckenabgaben vorlegen.
Trifft das auf Zustimmung bei der EU-Kommission, kann es doch noch fristgerecht zum 31. Juli 2009 zu einem Abschluss der Verhandlungen kommen, denn bis zu diesem Datum gilt das Kaufangebot der Lufthansa für die AUA. Würde sich Brüssel bis dahin nicht zu einer Entscheidung durchringen, könnte die Übernahme noch scheitern. Damit vor der Sommerpause in Brüssel noch eine Genehmigung getroffen werden kann, müsste die Entscheidung der Kommission sogar spätestens nächste Woche erfolgen.
Ursprünglich wollte die EU-Behörde bereits bis Ende Juni über die Übernahme entscheiden, verlängerte dann aber die Frist noch einmal. Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes begründete das mit Befürchtungen, „dass das Vorhaben auf einigen Strecken zu höheren Preisen und einem verringerten Flugangebot führen könnte”.
Aktuell sollen sich die Befürchtungen insbesondere auf die Strecken Wien–Frankfurt und Wien–Genf beziehen, während es auf weiteren wettbewerbstechnisch wichtigen Routen nach Zürich, München und Basel bereits Einigungen geben soll. Die Lufthansa selbst hüllt sich zum Thema weiterhin in Schweigen.
EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani zeigte sich am Donnerstag optimistisch, dass die Kommission die österreichische Staatshilfen von 500 Millionen Euro akzeptieren könne.
Neben der wettbewerbsrechtlichen Prüfung durch Kroes ist auch noch die Prüfung der staatlichen 500-Mill.-Beihilfe für die AUA durch EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani ausständig. Antonio Tajani zeigte sich am Donnerstag optimistisch, dass die Kommission die österreichische Staatshilfen von 500 Millionen Euro akzeptieren könne. Lufthansa soll nun einen Vorschlag vorlegen, wie sie nach der AUA-Übernahme den Wettbewerb in Zentraleuropa aufrechterhalten will. Es wird aber erwartet, dass im Fall einer wettbewerbsrechtlichen Genehmigung auch der Verkehrskommissar dem Deal zustimmt.
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