Geschäftsreisen und Flüge mit Air France-KLM und Delta Air Lines: Joint Venture mit gemeinsamen Flügen weltweit
Mittwoch, 20. Mai 2009
Zusammenschluss Air France-KLM und Delta Air Lines: Gemeinsame Transatlantik-Flüge, Flüge nach Afrika, dem Nahen Osten, Indien und Lateinamerika. Ein Bericht von Georg Jegminat /BizTravel. Air France-KLM und Delta Air Lines haben ein Joint Venture vereinbart. Die Partnerschaft geht weit über den Nordatlantik-Verkehr hinaus, erläutert Deltas CEO Richard Anderson. Dieses Joint Venture wird täglich mehr als 200 Flüge mit insgesamt 50.000 Sitzen betreiben.
Die drei Airline-Chefs luden in die Akademie für internationale Diplomatie in Paris ein, um ihr multinationales Joint Venture zu besiegeln. Pierre-Henri Gourgeon (AF), Peter Hartman (KLM) und Richard Anderson (Delta) werden ein großes Gemeinschaftsunternehmen starten.
Die drei Airlines werden ihre Transatlantik-Strecken aber auch viele weiterführende Routen wie ein Gemeinschaftsunternehmen organisieren. Das heißt, sie teilen Erlöse und Kosten sowie das Ergebnis. Das Konzept hat mehrere Vorteile: So betrachten alle Airline-Mitarbeiter jeden Flug als den ihren. Damit wird jeder Flug wie der eigene im Vertrieb unterstützt. Zudem wird jeder Passagier wie der eigene betreut.
Zu den weiterführenden Routen zählen die Flüge nach Afrika, dem Nahen Osten und sogar Indien. Auf der amerikanischen Seite werden zahlreiche lateinamerikanische Länder mit einbezogen. Dieses Joint Venture wird täglich mehr als 200 Flüge mit insgesamt 50.000 Sitzen betreiben.
“Diese strategische Partnerschaft bringt uns in eine gute Position im Vergleich zu anderen Allianzen, die auf diesem Markt bereits sehr aktiv sind”, sagt Gourgeon. Er spielt damit auf die Star Alliance an. Deren Partner Lufthansa unterhält entsprechende Joint Ventures schon seit Jahren mit nordamerikanischen Airlines.
Die drei Fluggesellschaften gehören zur Skyteam-Allianz. Ihr Joint Venture mit den weitreichenden Beyond-Strecken wurde erst durch das Open-Sky-Abkommen zwischen den USA und der Europäischen Union möglich.
Nach Air-France-Hochrechnung wird das neue Gemeinschaftsunternehmen etwa 25 Prozent des Nordatlantik-Markts abdecken. Das entspricht einem Umsatzvolumen von 9,3 Mrd. Euro. Die Zusammenarbeit ist langfristig angelegt. Sie kann erst nach zehn Jahren mit einer Kündigungsfrist von drei Jahren beendet werden.
Quelle. BizTravel
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