Reisen nach Madagaskar: Sicherheitslage unklar – nur notwendige Reisen durchführen
Dienstag, 14. April 2009
Reisehinweise für Madagaskar: Das Auswärtige Amt rät Geschäftsreisenden und Urlaubern vor nicht notwendigen Reisen nach Madagaskar ab. Aktuelle Hinweise des Auswärtigen Amts: Von nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Madagaskar wird abgeraten. Madagaskar befindet sich seit Ende Januar 2009 in einer schweren innenpolitischen Krise, die sowohl in der Hauptstadt Antananarivo als auch in den Regionen zu schweren Ausschreitungen und Plünderungen mit Toten und Verletzten geführt hat.
Am 17. März 2009 fand ein nichtdemokratischer Regierungswechsel mit der Ernennung eines „Übergangspräsidenten“ statt. Die Lage hat sich inzwischen weitgehend beruhigt.
Eine verlässliche Voraussage zur Entwicklung der Sicherheitslage ist nur schwer möglich. Spontane gewaltsame Auseinandersetzungen sind nie auszuschließen. Es wird daher weiter empfohlen, vor allem in der Hauptstadt Antananarivo Demonstrationen und sonstige größere Menschenansammlungen zu meiden. Die Schwerpunktgebiete des Tourismus außerhalb der Hauptstadt blieben seit den Ausschreitungen im Februar bisher unbeeinträchtigt von Zwischenfällen. Der inländische Flugverkehr verläuft wieder normal, wenn auch reduziert. Mit kurzfristigen Flugplanänderungen muss gerechnet werden.
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean, um die Seychellen, Madagaskar und vor Kenia und Tansania angegriffen und gekapert.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch und kann ein wirksamer Schutz nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter
www.mschoa.org
dringend empfohlen.
Mehr Informationen beim Auswärtigen Amt
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