Testfahrt des Hochgeschwindigkeitszuges „Sapsan“ von St. Petersburg nach Moskau.
Dienstag, 17. März 2009
Testfahrt des Hochgeschwindigkeitszuges „Sapsan“ von St. Petersburg nach Moskau. „Bei seiner ersten Testfahrt von Sankt Petersburg nach Moskau erreichte der „Sapsan“ Geschwindigkeiten von bis zu 180 km/h, noch schneller fahren wäre möglich gewesen , doch dies untersagten die technischen Testvorschriften “, sagte Jakunin am Sonntag auf einer Presse -konferenz in Moskau . „Der Zug macht einen sehr guten Eindruck mit neuem komfortablem Innenraum, neuen Dienstleistungen und neuem Menü.“
Der Präsident der Russischen Eisenbahnen AG (RZD), Wladimir Jakunin, nahm an der Probefahrt teil, bei der der Sapsan (Wanderfalke) zur Teststrecke nach Schtscherbinka bei Moskau gebracht wurde.
Die Investitionen in die Infrastruktur, darunter auch für Hochgeschwindigkeitszüge, bezeichnete Jakunin als einen der Auswege aus der Krise.
„Für uns ist es gerade jetzt prinzipiell wichtig, den Ernst unserer Absichten zu beweisen. Der „Sapsan“ wird wie geplant Ende Dezember dieses Jahres in den kommerziellen Betrieb gesetzt“, sagte der RZD-Präsident.
Am 28. Februar hatte der neue Hochgeschwindigkeitszug „Sapsan“ seine erste Testfahrt absolviert. Er fuhr von der Station Ljuban bis zur Metallostroy-Station (Oktober-Eisenbahn, Tochter der Russischen Eisenbahnen AG) mit einer Geschwindigkeit von bis zu 140 km/h. Bei der Testfahrt wurde das Bremssystem des Zugs erprobt. In Deutschland war der Test wegen des Fehlens der notwendigen Spurweite von 1520 mm unmöglich.
Nach den Testfahrten in Schtscherbinka wird der Zug auf der Strecke Okulowka – Mstinski Brücke bis auf 275 km/h beschleunigt. Dabei werden sein Fahrwerk und das Stromsystem getestet.
Die Tests sollen bis Dezember dauern. Ende 2009 wird der Zug seine erste reguläre Fahrt von Sankt Petersburg nach Moskau absolvieren. Diese Strecke soll der „Sapsan“ in 3 Stunden und 45 Minuten zurücklegen.
Beim „Sapsan“ handelt es sich um einen Hochgeschwindigkeits-Elektrozug der Serie Velaro RUS aus Produktion von Siemens Transportation Systems (heute Siemens Mobility), der eine Geschwindigkeit von maximal 250 km/h erreichen kann.
Die RZD AG hatte im Mai 2006 mit Siemens Transportation Systems, einer Division der Siemens AG, einen Vertrag über die Lieferung von acht Velaro-RUS-Zügen im Wert von 276 Millionen Euro unterzeichnet. Im April 2007 wurde ein Vertrag für die technische Wartung der Züge für einen Zeitraum von 30 Jahren im Wert von 354,1 Millionen Euro unterzeichnet.
Die „Sapsan“-Züge werden in zwei Versionen hergestellt: als Ein- und Zweisystemzüge für die Stromsysteme 3 kV DC bzw. 3 kV DC + 25 kV / 50 AC. Der „Sapsan“ bietet Platz für insgesamt 604 Fahrgäste. Die Züge werden zwischen Moskau und Sankt Petersburg wie auch zwischen Moskau und Nischni Nowgorod pendeln. Mit der Inbetriebnahme des „Sapsan“-Zugs wird die Fahrtdauer von Moskau nach Sankt Petersburg von gegenwärtig 4,5 Stunden auf drei Stunden und 45 Minuten verkürzt.
Laut Vertrag soll der erste Zug im Dezember 2009 abgenommen und in den Fahrplan aufgenommen werden. 2010 sollen die restlichen Züge geliefert werden.
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