Dienstwagen und Firmenwagen: Steuerliche Entlastung für teure Geschäftswagen
Donnerstag, 22. Januar 2009
Unternehmen und Steuern: Bundesregierung plant steuerliche Entlastung für teure PKW und SUV. Nach einem Artikel der Süddeutschen Zeitung plant die Bundesregierung eine steuerliche Entlastung für Betreiber größerer PKW und SUV. Ausserdem will die Bundesregierung die Abwrackprämie nun auch für geleaste Fahrzeuge gewähren. Dieses fordert seit längerem der Verband der Automobilindustrie (VDA).
Nach Berichten des ARD-Hauptstadtstudios hätten sich die zuständigen Ministerien für Umwelt, Finanzen, Verkehr und Wirtschaft in einer „Richtlinie zur Förderung des Absatzes von Personenkraftwagen“ bereits geeinigt, auch Leasing-Neufahrzeuge für die Umweltprämie aufzunehmen. Für Selbstständige und Gewerbetreibende, die beispielsweise Jahreswagen für ihre Firma beschaffen wollen, ergibt sich somit eine Alternative: Auch Jahreswagen sollten dann gefördert werden, wenn sie auf einen Kfz-Händler, eine Leasinggesellschaft, eine Autobank oder ein Vermietungsunternehmen zugelassen waren.
VDA-Präsident Matthias Wissmann zeigte sich zufrieden beim VDA-Neujahrsempfang in Berlin und weist darauf hin, dass mit der Umweltprämie die Nachfrage nach Neuwagen inzwischen wieder anziehe.
Mobilitätsmanager dürften sich über die Ankündigung des Finanzministeriums freuen, wonach Unternehmen, die in ihren Fuhrparks Geschäftswagen mit hohem Benzinverbrauch haben, zukünftig weniger Kraftfahrzeugsteuer zahlen müssen als bisher. Ursprünglich sollte mit der Steuerreform das Gegenteil bewirkt weden, weshalb viele Fuhrparkverantwortliche in ihren Betrieben bereits eine Umschichtung auf günstigere Fahrzeuge vorgenommen hatten. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung sollen die Pläne auf Regierungsebene schon weit gediehen sein. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) will den Koalitionskompromiss so nicht akzeptieren, zumal er das genaue Gegenteil dessen darstellt, was die Bundesregierung sich als klimapolitisches Ziel gesetzt hatte, so berichtet die Zeitung. Die Reform der KFz-Steuer in Richtung einer Umwandlung zur CO2-basierten Steuer wird schon seit Jahren diskutiert. Bisher konnte man sich innerhalb der Bundesregierung auf kein einheitliches Konzept einigen, das langfristig Bestand haben könnte.
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