Vorzugspreise Austrian Airlines: Jetzt auch Service-Entgelt bei Austrian Airlines
Dienstag, 13. Januar 2009
Austrian Airlines Vorzugspreise: Nach Lufthansa führt auch Austrian Airlines Vorzugspreise ein. Zum 1. Mai 2009 führt Austrian Airlines sogenannte Vorzugspreise ein, allerdings wohl nicht ganz nach Muster der der künftigen Muttergesellschaft Lufthansa. Austrian Airlines (AUA) erhöht ihre Tarife in Österreich und Deutschland um 30 Euro, in der Schweiz ab 1. Juni. In der Praxis bedeutet dies, dass Reisebüros, die Zugriff auf die um diesen Betrag reduzierten Vorzugspreise erhalten wollen, die bereits von der künftigen Muttergesellschaft Lufthansa bekannte GDS-Fee in Höhe von 4,90 Euro pro Segment zahlen müssen.
Die neue Vorzugspreise werden für Buchungen über die Systeme von Amadeus und Worldspan sowie ab Juni auch über Sabre erhoben. Zu diesem Zeitpunkt laufe ein Full-Content-Vertrag mit dem GDS aus, teilte AUA mit.
Galileo-Buchungen sind zumindest teilweise von dem Vorzugspreisentgelt befreit. Während deutsche Agenten offenbar in jedem Fall kostenfrei Zugriff auf die besten AUA-Tarife erhalten, werden für Agenten im Heimatmarkt Österreich allerdings doch Gebühren fällig. Von der Vorzugspreisgebühr sind nur jene Büros befreit, die alternativ eine so genannte Opt-in Fee an Galileo zahlen.
Die Höhe dieses Aufschlags, den nicht die Airline, sondern das GDS in Rechnung stellt, wollen Galileo und dessen österreichischer Vertriebspartner Travi-Austria in den kommenden Tagen bekannt geben. Travi-Austria gehört mehrheitlich zu Austrian Airlines.
Lufthansa hatte sich bislang stets gegen ein Opt-in-Modell ausgesprochen, obwohl dieses System in angelsächsischen Märkten etabliert ist. Dass die künftige Tochter AUA in ihrem Heimatmarkt mit einem GDS-Partner ein solches System etabliert, könnte Rückschlüsse auf den deutschen Markt liefern.
Unbestätigten Gerüchten zufolge soll in Kürze auch Lufthansa wieder die Verhandlungen über seine Vorzugspreisgebühr aufnehmen, und zwar sowohl mit Amadeus als auch mit Sabre. Mit der Opt-in Fee könnte nun auch für den deutschen Markt eine Alternative in die Diskussion kommen.
Selbst wenn diese Gebühr in Summe ähnlich hoch ausfällt wie die Vorzugspreisgebühr, so wäre sie doch im Vorteil für viele Reisebüros. Eine Opt-in Fee müsste gegenüber dem Kunden nicht zwingend separat ausgewiesen werden. Zudem könnten die Agenten von diesem Betrag die Vorsteuer abziehen. “Es ist von Vorteil, dass nicht die Airline, sondern ein den Reisebüros nahe stehender IT-Partner die Höhe der Gebühr bestimmt”, sagte ÖRV-Präsident Norbert Draskovits in einem ersten Statement. Ob sich Lufthansa auf einen derartigen Kompromiss einlassen würde, ist derzeit allerdings völlig offen.
Quelle: fvw
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15. Januar, 2009 um 17:30
[...] Dass diese Entwicklung kein Lufthansa-spezifisches “Problem” für die Reisebüros sein wird, deutet sich zuletzt mit der Ankündigung von Austrian Airlines an, ebenfalls Vorzugspreise einzuführen und entsrechend Engelte über Reservierungssyteme einzuführen (Image Tours – Artikel vom 13.01.2009). [...]