Reisen nach Fuerteventura: Keine Flüge mehr mit Ryanair – Billigflieger streicht alle Verbindungen
Mittwoch, 10. Dezember 2008
Billigflüge nach Fuerteventura: Ryanair streicht alle Flüge nach Fuerteventura. Die irische Fluggesellschaft Ryanair fliegt nicht mehr nach Fuerteventura: Der von Michael O’Leary geführte irische Billigflieger wird im Januar 2009 alle Fuerteventura-Strecken einstellen. Das Kräftemessen zwischen dem Billigflieger und der lokalen Tourismusbehörde der Kanareninsel ist vorbei. Wie Ryanair am heutigen Mittwoch mitteilte, wird die Airline ab dem 31. Januar 2009 nicht mehr nach Fuerteventura fliegen. Damit verliert der dortige Airport 23 wöchentliche Verbindungen Richtung Nordeuropa.
Als Grund gibt der Low Cost Carrier an, dass sich die örtliche Tourismusgruppe Agrupación de Interés Económico de Desarollo Turistico de Fuerteventura (AIE) nicht an die mit Ryanair getroffene Abmachung halte, die Kanareninsel gemeinsam als touristische Destination zu vermarkten. Das sei so in einem Vertrag vereinbart worden.
Von der Streichung betroffen sind die Verbindungen von und nach Birmingham, Bremen, Dublin, Weeze, East Midlands, Frankfurt-Hahn, Liverpool, London-Stansted und Shannon. Bereits ab dem 6. November 2008 hatte Ryanair auf Grund des Streits eine Frequenz von und nach Dublin eingestellt.
Im November hatte der Low Cost Carrier der AIE noch eine Frist von 30 Tagen eingeräumt, um der Vertragsabsprache doch noch nachzukommen. „Die sind nun vorüber, und es wurden keinerlei Anstrengungen unternommen“, teilte Ryanair mit – und zog die Konsequenzen.
„Dies ist ein schwarzer Tag für Fuerteventura, der einschneidende Auswirkungen auf die Existenzgrundlage der örtlichen Tourismuswirtschaft haben wird“, sagte Michael Cawley, Deputy Chief Executive Officer bei Ryanair.
Plan von Ryanair ist es nun, rechtliche Schritte gegen die Vertragsverletzungen von AIE und ihren Mitgliedern einzuleiten. Die Airline fliegt seit 2006 auf die Kanareninsel und bringt der Touristikbranche dort eigenen Angaben zufolge 250.000 Passagiere pro Jahr.
Ob die Kanareninsel wirklich unter dem Flugstopp von Ryanair leiden wird, bleibt abzuwarten. Viele Fluggesellschaften sind derzeit auf der Suche nach lukrativen Verbindungen. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass andere Carrier das Geschäft übernehmen.
Quelle: fvw
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