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Demonstrationen und Bombenexplosionen in Bangkok: Reiseveranstalter stornieren Bangkok-Reisen

Mittwoch, 26. November 2008

Geschäftsreisen und Urlaubsreisen nach Bangkok: Bangkok_Flughafen.jpgFlughafen Bangkok geschlossen. Reiseveranstalter stornieren Reisen – Fluggesellschaften leiten Flüge um oder stornieren Flüge nach Bangkok. Laut Berichten vom Spiegel ist der Flughafen von Bangkok geschlossen, Tausende Touristen sitzen wegen Großdemonstrationen fest. Deutsche Reiseveranstalter haben ihre Flüge nach und über die thailändische Hauptstadt gestrichen. Lufthansa hat ihren täglichen Flug nach Malaysia umgeleitet.
Frankfurt/Main – Mehrere Reiseveranstalter haben wegen der politischen Krise in Thailand alle Reisen mit Flug nach oder über Bangkok abgesagt. Die Fernreisespezialisten Meier’s Weltreisen und Dertours haben ihre Angebote für Mittwoch und Donnerstag gestrichen. Von der Regelung seien rund 200 Passagiere betroffen, teilten die Unternehmen in Frankfurt mit. Die Stornierungen seien für die Kunden kostenlos, sagte Unternehmensprecherin Antje Günther SPIEGEL ONLINE. Derzeit werde versucht, einen alten Flughafen in Bangkok zu aktivieren.
Nicht betroffen von Streichungen seien andere Ziele in Thailand wie zum Beispiel Phuket. Die derzeit rund 2000 Touristen, die sich in dem südostasiatischen Land aufhielten, seien alle wohlauf, berichteten die Reiseveranstalter.

Auch TUI teilte mit, dass vorerst die Flüge am Dienstag und Mittwoch storniert sind. “Wir werden die Lage in den nächsten Tagen intensiv beobachten und dementsprechend weitere Maßnahmen treffen”, sagte eine TUI-Sprecherin. Direktflüge, zum Beispiel zur thailändischen Insel Phuket, seien davon aber nicht betroffen.

Nur vereinzelte Kunden von Thomas Cook betroffen

Wie der Studienreiseveranstalter Studiosus am Dienstag auf seiner Web-Seite mitteilte, seien mehrere seiner Gäste, deren Flug für Dienstag geplant war, von der Schließung des Flughafens betroffen. Außerdem befänden sich einige Gäste auf dem Weg nach Bangkok. Noch plant der Veranstalter am Mittwoch sowie an den darauf folgenden Tagen weitere Flüge nach und von Bangkok.

Bei den Veranstaltern Thomas Cook und Neckermann haben die Demonstrationen nur vereinzelte Kunden in ihren Reiseplänen behindert. Zehn Gäste hätten einen Rückflug nach Düsseldorf nicht antreten können, sagte Unternehmenssprecherin Nina Kreke SPIEGEL ONLINE, sie seien in Hotels in Bangkok untergebracht. Der LTU-Flug von zwei weiteren musste von Düsseldorf aus nach Phuket umgeleitet werden. Kunden, die am Mittwoch und Donnerstag eine Reise mit Zielflughafen Bangkok antreten wollten, könnten kostenlos stornieren. Die Tochtergesellschaft Condor sei von Flugstornierungen nicht betroffen, da die Airline in Thailand nur Phuket anfliegt.

Der Duisburger Reiseveranstalter Schauinsland-Reisen erhält seine Reisen nach Bangkok dennoch aufrecht. “Es kann gut sein, dass sich der Flugverkehr am Flughafen in Bangkok bis zum Abend wieder normalisiert”, sagte ein Sprecher.

Lufthansa ist optimistisch

Die Lufthansa leitete am Mittwoch ihren täglichen Flug in die thailändische Hauptstadt nach Kuala Lumpur in Malaysia um. Von dort aus werde die weitere Entwicklung genau beobachtet, hieß es. Man hoffe, den Jumbo B747 mit mehr als 300 Passagieren in den nächsten Stunden doch noch nach Bangkok fliegen zu können, teilte ein Lufthansa-Sprecher mit. “Wir sind optimistisch, dass sich die Situation in Bangkok in den nächsten Stunden entspannt”, sagte Sprecher Thomas Jachnow SPIEGEL ONLINE.

Am Dienstagabend sei die Lufthansa-Maschine als eine der Letzten noch pünktlich aus Bangkok rausgekommen, sagte ein Sprecher. Das Flugzeug sei am Morgen pünktlich in Frankfurt gelandet.

Ein Flug der thailändischen Fluggesellschaft Thai Airways aus Bangkok, der am Mittwochmorgen um 5.30 Uhr in Frankfurt landen sollte, wurde nach Angaben eines Sprechers des Flughafenbetreibers Fraport annulliert.

Auswärtiges Amt: Voraussagen sind schwierig

Tausende Regierungsgegner haben den Flughafen in der thailändischen Hauptstadt besetzt. Hunderte Flüge wurden abgesagt, etwa 4000 Reisende stecken fest. Flughafendirektor Serirat Prasutanont sagte, man verhandele mit den Demonstranten, um einigen Reisenden den Abflug zu ermöglichen.

Das Auswärtige Amt (AA) rät in einem aktuellen Sicherheitshinweis davon ab, zum internationalen Flughafen von Bangkok zu fahren. Die Ordnungskräfte würden bisher nicht eingreifen und die Demonstranten gewähren lassen, um Gewalt zu vermeiden. Dies mache eine künftige Entwicklung unkontrollierbar und Voraussagen schwierig, sagt das AA.

Informationen zum aktuellen Stand am Flughafen stellt die Flughafenleitung nach Informationen des AA unter der Hotline 02-132-1882 und 02-132-1888 zur Verfügung. Andere Flughäfen in Thailand seien bislang nicht betroffen.

Quelle: Spiegel

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