Streik: Ab sofort keine Linienflüge mehr für Deutsche BA – Air Berlin setzt DBA nicht mehr für Linienflüge ein
Freitag, 14. November 2008
Geschäftsreisen und Privatreisen mit der Deutschen BA: Air Berlin setzt dba nicht mehr für Linienflüge ein. Als Reaktion auf Warnstreiks bei der dba hat Air Berlin von diesem Samstag an entschieden, alle Aufträge an seine Tochter im Linienverkehr zu stornieren. Die Gewerkschaft ver.di hatte zu vierstündigen Warnstreiks aufgerufen, weil Air Berlin den Flugbetrieb der dba zum 30. November einstellen will. Nun fliegen die dba-Maschinen bis dahin nur noch Einzelflüge.
Warnstreiks haben Flugverkehr erheblich beeinträchtigt:
Warnstreiks beim Kabinenpersonal der Air-Berlin- Tochter dba haben am Freitag in Berlin, München und Düsseldorf zu einer Vielzahl von Flugverspätungen geführt. Am Flughafen Berlin-Tegel seien drei Flüge zwischen eineinhalb und fünf Stunden verspätet gewesen, sagte Air-Berlin-Sprecher Peter Hauptvogel der Deutschen Presse- Agentur dpa. In München sei eine Maschine sogar komplett ausgefallen. Air Berlin habe alle Passagiere auf andere Flüge umgebucht. Verspätungen hätten sich ergeben, weil die dba-Flugzeuge ersetzt werden mussten.
Die Gewerkschaft ver.di hatte zu vierstündigen Warnstreiks aufgerufen, weil Air Berlin den Flugbetrieb der dba zum 30. November einstellen will. Die Streiks seien eine Reaktion auf die verzögerten Verhandlungen für einen Sozialtarif, teilte ver.di mit. Die Gewerkschaft fordert für die 218 Kabinenbeschäftigten Regelungen zu Aufhebungsverträgen, Abfindungen und die Finanzierung von Qualifikationsmaßnahmen.
Als Reaktion auf drohende weitere Streiks hat Air Berlin nun kurzerhand von diesem Samstag an alle Aufträge an dba im Linienverkehr storniert. Den Dienst übernehmen Flugzeuge und Crews der Muttergesellschaft Air Berlin, teilte Hauptvogel mit. «Alle Flüge starten nach Plan», versicherte er. Für die kommende Woche habe ver.di weitere Warnstreiks angekündigt. Air Berlin wolle den Fluggästen durch die Umbesetzung Unannehmlichkeiten ersparen, hieß es in der Erklärung. Die Gespräche mit der Gewerkschaft würden dennoch fortgeführt.
Ver.di hatte mitgeteilt, die Streiks seien eine Reaktion auf die verzögerten Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag. Die Gewerkschaft fordert für die 218 Kabinenbeschäftigten Regelungen zu Aufhebungsverträgen, Abfindungen und die Finanzierung von Qualifikationsmaßnahmen.
Quelle: Airliners.de
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