Preistransparenz bei den Flughafen Gebühren
Freitag, 24. Oktober 2008
Preistransparenz bei den Flughafen Gebühren. Eine neue Richtlinie der EU will Licht ins Dunkel der teilweise “unterschiedlichen hohen” Flughafen-Gebühren bringen. In Deutschland werden davon neun Flughäfen betroffen sein. Mit neuen Regeln für die Festsetzung von Flughafen-Gebühren will die EU Preistransparenz und einen fairen Wettbewerb ermöglichen und damit auch zu einer Reduzierung der Ticketpreise beitragen.
Darauf zielt eine Richtlinie ab, die das Europaparlament unter Dach und Fach gebracht hat und die binnen zwei Jahren in nationales Recht umgesetzt werden muss. Sie legt ein einheitliches und transparentes Verfahren zur Berechnung der Gebühren vor. Dabei sollen neben dem Service auch Umweltfreundlichkeit und Lärmbelästigung berücksichtigt werden.
“Das teilweise willkürliche Preisdiktat an großen europäischen Flughäfen soll mit der Richtlinie ein Ende finden“, erklärte der SPD-Europaabgeordnete Ulrich Stockmann, der das Dossier als Berichterstatter für das Parlament betreute.
Gleiche Gebühren für gleiche Leistungen
Nun sollen einheitliche Verfahren eingeführt werden, nach denen Start- und Landerechte, Gepäckabfertigung, der Transport der Passagiere zwischen Wartehallen und Maschinen sowie der Lärmschutz berechnet werden.
Flughafengebühren müssten kostenbezogen und fair sein und dürften nicht zwischen unterschiedlichen Fluggesellschaften diskriminieren, so Stockmann.
Wichtig sei das Prinzip “gleiche Gebühren für gleiche Leistungen“.
Mit den neuen Regeln soll vor allem sichergestellt werden, dass die Flughäfen bei der Festlegung der Gebühren keine Fluggesellschaft bevorzugen oder benachteiligen.
In Deutschland nur neun Flughäfen betroffen
Die Richtlinie deckt allerdings nur Flughäfen mit mehr als fünf Millionen Passagieren pro Jahr ab. In Deutschland sind dies die Flughäfen in Frankfurt am Main, München, Hamburg, Düsseldorf, Hannover, Köln/Bonn, Stuttgart, Berlin-Schönefeld und Berlin-Tegel.
Bei Billig-Airlines beliebte Regionalflughäfen wie Hahn oder Kleve werden von der Richtlinie nicht erfasst, wie die Grünen kritisierten. Die EU-Kommission untersucht seit Juni, ob der Flughafen Hahn der Billig-Airline Ryanair bei den Gebühren günstigere Konditionen angeboten haben könnte als anderen Fluggesellschaften.
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