Firmenwagen-Besteuerung: Regierung will Vorsteuerabzug weiterhin auf 50 Prozent begrenzen
Donnerstag, 16. Oktober 2008
Besteuerung von Dienstwagen: Gegenäußerung der Bundesregierung zur Stellungnahme des Bundesrates zum Jahressteuergesetz 2009. Der Verband Deutsches Reisemanagement VDR meldet, das die Bundesregierung an ihrem Vorhaben festhält, den Vorsteuerabzug für privat genutzte Firmenfahrzeuge generell auf 50 Prozent zu begrenzen.
In ihrer Gegenäußerung zur Stellungnahme des Bundesrates zum Jahressteuergesetz 2009 heißt es, die beabsichtigte Begrenzung des Vorsteuerabzugs diene der Steuervereinfachung und solle missbräuchliche Gestaltungen vermeiden. Die Verpflichtung, ein Fahrtenbuch zum Nachweis der unternehmerischen Nutzung zu führen, würde dann in den meisten Fällen entfallen.
Da die private Nutzung von Fahrzeugen von den Finanzämtern kaum zuverlässig nachvollzogen werden könne, gebe es einen erheblichen Anreiz für die Steuerpflichtigen, die private Verwendung zu niedrig anzusetzen und dadurch zu wenig Umsatzsteuer zu zahlen.
Der Bundesrat hatte dagegen argumentiert, die Gesetzesänderung führe zu einer willkürlichen Steuerbelastung vieler Unternehmen. Gerade Unternehmer, die ein Fahrzeug zwar auch privat, überwiegend jedoch für ihr Unternehmen nutzten, würden mit Umsatzsteuer belastet.
Ähnliche Beiträge:- Vorsteuerabzug für Firmenwagen halbiert: Für privat und geschäftlich genutzte Firmenwagen wird der Vorsteuerabzug halbiert
- Besteuerung Geschäftswagen
- Besteuerung von Dienstwagen
- Besteuerung von Firmenwagen: Neues Konzept von Greenpeace
- Dienstwagen und Firmenwagen: Steuerliche Entlastung für teure Geschäftswagen







17. Oktober, 2008 um 9:18
Firmenwagen statt Gehalt!?
Firmenwagen statt Gehalt ist ja derzeit in aller Munde. Nicht zuletzt Leasing-Firmen und Autobanken haben mit dem Thema ein verkaufsförderndes Argument gefunden, um dem schleppenden Neuwagenverkauf auf die Sprünge zu helfen. Nahezu zwei Drittel aller Neuwagen werden als Firmenwagen zugelassen – mit steigender Tendenz. Bei all dem Getöse wird aber oft die Frage vernachlässigt, ob sich das Gehaltsumwandlungsmodell für den einzelnen Arbeitnehmer finanziell überhaupt rechnet. Wegen der fälligen Sachbezugsversteuerung ist dies nicht immer der Fall. Ob sich ein Firmenwagen auch lohnt, lässt sich exakt nur mit einem Firmenwagenrechner beurteilen. Einen solchen Rechner gibt es beispielsweise unter: http://www.firmenwagenrechner.de
K. Schmid