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Deutsche Bahn: Neue Bahnpreise – zweite Klasse Bahnfahrt im Schnitt 4 Prozent teurer

Freitag, 29. August 2008

Bahn_Fahrpreise_Bahntickets.jpgGeschäftsreisen mit der Bahn: Deutsche Bahn gibt neue Fahrpreise bekannt – Bahntickets in der 2. Klasse werden im Schnitt 4 Prozent teurer.
Zweite-Klasse-Tickets werden um fast vier Prozent teurer:
Bahn-Fahrgäste müssen bald deutlich tiefer ins Portemonnaie greifen: Ab Mitte Dezember steigen die Kosten für Tickets in der zweiten Klasse um durchschnittlich 3,9 Prozent. Und: Wer seine Fahrkarte am Schalter kauft, muss eine Extra-Gebühr bezahlen.

Bahnchef Hartmut Mehdorn hatte bereits Mitte August eine “moderate” Erhöhung der Ticketpreise zum Fahrplanwechsel angekündigt – zum Verdruss von Passagieren und Fahrgastverbänden.

Bahnchef Mehdorn: Schlechte Nachrichten für die Kunden
Jetzt wurden erstmals die Details genannt: Knapp vier Prozent mehr für Fahrten in der zweiten Klasse müssen Bahngäste künftig bezahlen, gab Vorstandsmitglied Karl-Friedrich Rausch am Freitag in Berlin bekannt.

Nach seinen Angaben steigen die Preise für die BahnCard im Durchschnitt um 3,6 Prozent. Eine BahnCard 25 in der zweiten Klasse werde dann 57 statt bisher 55 Euro kosten. Beim Kauf von Fernzugtickets, Sparpreis- und Auslands-Fahrkarten am Schalter oder per Telefon führt die Bahn zudem einen neuen “Bedienzuschlag” in Höhe von 2,50 Euro ein. Erhöhte Personal- und Schulungskosten seien für diese Maßnahme verantwortlich, teilte die Bahn mit. “Da inzwischen knapp 60 Prozent der Fahrkarten im Internet oder am Automaten gekauft werden, ändert sich für die Mehrheit unserer Kunden in Sachen Zuschlagfreiheit also nichts”, sagte Rausch.

Das Schönes-Wochenende-Ticket wird zwei Euro teurer, Ländertickets im Regionalverkehr sollen ab Dezember einen Euro mehr kosten, wie die Bahn mitteilte.

Zur Begründung hatte Mehdorn auf die milliardenschweren Schulden, gestiegene Energiekosten von fast zwei Milliarden Euro sowie Lohnerhöhungen verwiesen. Außerdem brauche es Geld für Lärmschutz, Umweltmaßnahmen und Bahnhofssanierungen.

Vor dem im Herbst geplanten Börsengang hatte die Bahn im ersten Halbjahr 2008 ihren Nettogewinn um 5,4 Prozent auf 915 Millionen Euro gesteigert. Kritiker warfen der Bahn deswegen vor, sich auf Kosten der Kunden für den Börsengang zu polstern.

 Zuletzt waren Tickets im Dezember 2007 im Schnitt um 2,9 Prozent teurer geworden.

 

 

 

 

 

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