Flüge mit United Airlines: Essen auf Transatlantikflügen muss extra bezahlt werden
Sonntag, 24. August 2008
Geschäftsreisen mit United Airlines: Mahlzeiten bei United Airlines zusätzlich bezahlen -zunächst für Flüge nach Chicago. Als erste Fluggesellschaft kassiert United Airlines künftig Geld für das Essen an Bord von Transatlantikflügen. Ein Sprecher der US-Fluggesellschaft bestätigte einen entsprechenden Bericht des Branchenblattes «Travel One» aus Darmstadt. Während so in der Economy-Class gespart werden soll, investiert die Fluggesellschaft weiterhin in ihre Premiumklassen.
Demnach müssen vom 1. Oktober an alle Economy-Passagiere auf Flügen zwischen Europa und der US-Hauptstadt Washington für ihre Mahlzeiten bezahlen. Geplant sei, Snackboxen, Salate und Sandwiches zu Preisen von sechs bis neun US-Dollar (vier bis sechs Euro) zu verkaufen. Passagiere in der Business und First Class seien nicht betroffen, heißt es.
United-Flüge nach Washington starten in Deutschland von München und Frankfurt/Main aus, in der Schweiz ist Zürich der Abflughafen. Daneben bietet United täglich auch Verbindungen nach Chicago, San Francisco und Los Angeles an. Auf diesen Flügen gibt es das Essen weiterhin kostenlos. Ob auch dort auf das Prinzip «Bordverpflegung für Bargeld» umgestellt wird, ist noch unklar. Es werde zunächst das Kundenverhalten auf den Strecken nach Washington beobachtet, sagte Sprecher Werner Claasen.
Erst letzte Woche hatte die Airline angekündigt, ihre Boeing 747- und 767- Langstreckenflotte mit neuen First- und Business-Klassen auszustatten. Hierbei sollen rund 200 Millionen US$ (etwa 135 Millionen Euro) investiert werden. Die Ausstattung der 777-Flotte soll wegen eines neuen Economy-Sitzes erst 2009 erneuert werden.
Die United ist ein Partner der Lufthansa und bietet im Codesharing auch Flüge mit einer Lufthansa-Flugnummer an. Die zweitgrößte amerikanische Fluggesellschaft befindet sich neben einigen anderen US-Airlines in einer Krise. Im Juli verbuchte das Unternehmen einen herben Quartalsverlust. Bis Ende 2009 sollen nun 7.000 Stellen abgebaut und 100 Flugzeuge stillgelegt werden.
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