Billigflüge: Ryanair plant Kauf von 400 Flugzeugen – BAA Klage gegen Ryanair: Ryanair zahlt höhere Flughafengebühren in London-Stansted nicht
Mittwoch, 6. August 2008
Billigflüge mit Ryanair: Kauf von 400 Flugzeugen geplant - BAA Klage gegen Ryanair: Ryanair will höhere Flughafengebühren in London-Stansted nicht zahlen. Flüge mit Ryanair: Ryanair-Chef Michael O’Leary kündigt Kauf von 400 neuen Flugzeugen an – gleichzeitig geizt der Ire mit Landegebühren. Kein Wunder: Der Gewinn ist um 85 Prozent eingebrochen.
Als Grund für die Neuanschaffung nannte das Enfant terrible der Luftfahrt in einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“ den günstigen Dollar-Kurs: „Neue Flugzeuge sind um die Hälfte billiger als noch vor einigen Jahren“, erklärte er.
Noch sei der Typ der neuen Maschinen nicht entschieden. Deshalb habe er Gespräche mit Airbus und Boeing zu dem Großauftrag aufgenommen. Zudem spekuliert der Manager auf sinkende Kerosinkosten: Der Ölpreis „wird wieder unter 100 Dollar sinken, weil die Nachfrage zurückgeht. Es gibt keine Ölknappheit“, sagt er.
Dabei zeigt der Ire reichlich Mut. Erst vergangene Woche gab das Unternehmen einen Gewinneinbruch von 85 Prozent bekannt – und warnte für das Geschäftsjahr vor dem Verlust von 60 Mill. Euro.
Daher ist die Liste der Sparprogramme lang: Erst heute ließ die Airline verlauten, die erhöhten Landegebühren etwa des Flughafens Stansted nicht bezahlen zu wollen. Zudem sollen mehr als 20 Maschinen in diesem Winter eingemottet werden. Auf ausgewählten Strecken lässt Ryanair nur noch Handgepäck zu – um Kosten zu sparen, so der Billigcarrier.
BAA mit Klage gegen Ryanair: Ryanair will höher Flughafengebühren nicht zahlen
Der britische Flughafen-Betreiber BAA geht im Streit um höhere Gebühren für die Nutzung des Flughafens London-Stansted mit rechtlichen Mitteln gegen den irischen Billigflieger Ryanair vor. Dies teilte Ryanair am Dienstag in Dublin mit.
In dem Streit geht es um die Erhöhung der Gebühren für den Billigflieger in London/Stansted. Ryanair will diese nicht hinnehmen und verweigert die Zahlung.
Eine Sprecherin der BAA wollte die Angelegenheit nicht kommentieren. Jedoch überschreite die Erhöhung nicht das von der Flughafenaufsichtsbehörde erlaubte Gebührenlimit, zitierte die Zeitung “Irish Independent” einen Sprecher. Weitere Angaben zu dem Fall wollte er aber nicht machen. Die Gesellschaft soll einen Aufschlag von 15 Prozent zahlen.
“Wir werden gegen diese Maßnahme vorgehen”, sagte ein Ryanair-Sprecher weiter. Die Gebühren seien “nicht berechtigt”.
Ryanair hatte bereits angekündigt, im Winter die Kapazitäten in Stansted wegen hoher Treibstoffkosten und zu hoher Nutzungsgebühren zu verringern. Auch Konkurrent easyJet stemmt sich gegen die Gebührenerhöhung, in diesem Falle aber auf dem Londoner Flughafen Gatwick, der ebenfalls zu BAA gehört.
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